Hunde richtig verstehen

Sprechen Sie "hund"?

Verstehen Sie Ihren Hund? Für Hunde als soziale Rudeltiere ist Kommunikation sehr wichtig. Allerdings unterscheidet sich ihre "Sprache" erheblich von der unsrigen.
Wenn wir Hunde richtig verstehen und lernen wollen wie sie sprechen, können wir ihnen auch besser vermitteln, was wir von ihnen verlangen - eine grundlegende Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund.

Angst/Aggression
Eine ängstlich-aggressive Haltung erkennen Sie am eingeklemmten Schwanz, den zurückgelegten Ohren und einer gerümpften Schnauze. Hier überlagern sich Angst und Aggression. Der Hund fühlt sich in die Ecke gedrängt. Es ist Vorsicht geboten, denn noch ist nicht klar, wie er reagieren wird. Hat er die Chance zu fliehen, wird er diese wahrnehmen. Er könnte aber auch zubeißen, wenn er keinen Ausweg mehr sieht.
Sie sollten bei diesem Verhalten den Abstand zum Hund vergrößern, um ihm mehr Sicherheit zu geben. Und werden Sie auf keinen Fall aggressiv, das könnte Angst und Aggression des Hundes zusätzlich anheizen.

Spielen
Körperhaltung sowie Schwanz- und Ohrenstellung spielen beim Hund immer zusammen, wenn er kommuniziert. Baut sich Ihr Hund neckisch und herausfordernd vor Ihnen auf, will er, dass Sie mit ihm spielen. Tun Sie es, wenn Sie Lust dazu haben.
Haben Sie jedoch Rangordnungsprobleme mit Ihrem Hund, sollten Sie nicht auf seine Aufforderung eingehen. Das könnte Ihre Dominanz gefährden. Auch bei jungen Hunden, die sich noch in der Erziehung befinden, ist es ratsam, die Spielaufforderung anzulehnen.

Unterwerfung
Man kann bei Hunden zwei verschiedene Unterwerfungsgesten beobachten. Bei der aktiven Unterwerfung nimmt der Hund eine Stellung ein, bei der er auf eingeknickten Hinterbeinen steht, mit angelegten Ohren und herabhängendem Schwanz. So signalisiert er, dass ein sein Gegenüber als ranghöher akzeptiert. Reagiert Ihr Hund so auf Ihre Bestrafung, ist es an der Zeit damit aufzuhören.
Er kann in dieser Haltung aber noch jederzeit fortzulaufen. Im Gegensatz zur passiven Unterwerfung. Bei dieser Geste legt der Hund sich auf den Rücken, rollt den Schwanz zwischen den Beinen ein und vermeidet mit angelegten Ohren den Blickkontakt. Dies ist die extremste Form der Unterwerfung, also der Anerkennung Ihres deutlich höheren Ranges. Bei Artgenossen löst diese Geste eine sogenannte Pflegehandlung aus, zum Beispiel Lecken. Sie können Ihren Hund jetzt am Bauch kraulen, um ihm Ihre liebevolle Pflege zu zeigen.

Drohen
Bei einer drohenden Imponierhaltung sind die Zähne des Hundes leicht gebleckt, er steht aufrecht und mit wie zum Angriff gespannter Körperhaltung vor Ihnen. Er wird Sie angreifen, wenn Sie seine Grenzen verletzten. Ihr eigener Hund sollte Ihnen bei guter Erziehung so niemals begegnen. Einem fremden Hund sollten Sie jetzt unbedingt aus dem Weg gehen. Sollte ein Hund diese Haltung gegenüber Ihrem Vierbeiner einnehmen, greifen Sie auf keinen Fall ein. Das könnte einen Kampf nämlich noch begünstigen. Drehen Sie sich stattdessen einfach um und gehen Sie. Eingreifen sollten Sie bei aggressivem Verhalten nur dann, wenn das Kräfteverhältnis sehr ungleich ist oder der Kampf eskaliert.

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