Spielen = Spaß für Hund und Halter

Keine Frage: gemeinsames Joggen kommt nicht nur dem Bewegungsbedürfnis ihres Hundes entgegen, sondern festigt die Bindung und den Gehorsam. Sie haben aber auch viele andere Möglichkeiten ihren Hund spielerisch zu fördern.
Beispielsweise mit dem so genannten Beutespiel. Bei diesen klassischen Spielen mit Bällen, bei Zerrspielen mit einem Tau oder Baumwollknoten und bei der schon etwas ernsthafteren Beschäftigung mit Vollgummi-Hundespielzeug beim Apportieren wird das Jagen und Fangen der Beute, das Kämpfen um die Beute und das Bringen/Apportieren nachgestellt. Bei diesen Spielen sollte ihr Hund überwiegend als Sieger vom Platz gehen, damit seine Motivation aufrecht erhalten bleibt. Allerdings muss er zwischendurch auch einmal das "Aus" akzeptieren.
Eine weitere Möglichkeit der Beschäftigung ist ein vielfältig zu variierendes Such-Spiel. Beispielsweise kann ihr Hund im Wald oder auf dem Feld nach seinem Lieblings-Spielzeug schnuppern, evtl. auch in einem Karton versteckt. Oder im Gestrüpp nach seinem "verlorenen" Hundespielzeug stöbern: für ihren Hund bedeutet all dies ein tolles Erfolgserlebnis.
Spielzeug im Maul tragen
Die meisten Jagdhunderassen tragen gerne ein Hundespielzeug im Maul herum. Dieses Verhalten dient offensichtlich als Esatz für das Tragen von getötetem Wild. Hinzu kommt, dass viele Hunde schnell begreifen, dass sie damit Aufmerksamkeit gewinnen. Wenn ein Hund Ihnen zur Begrüßung ein Spielzeug anträgt, dann macht er das, um Ihnen zu gefallen.
Hundespielzeug zur Interaktion
Sobald ein Hund sein Spielzeug in den Fang genommen hat, ist es mit seinem Geruch markiert und gehört deshalb ihm. Wenn ihr Wohnzimmerboden mit Hundespielzeug übersät ist, hat ihr Hund wahrscheinlich ein bestimmtes Lieblingsspielzeug, welches er zuerst ins Maul nimmt, um es ihnen bei der Begrüßung zu zeigen. Er zeigt vielleicht auch nur dann Interesse an einem Spielzeug, wenn sie versuchen es zu greifen und ihm dabei zuvorzukommen. Bei den milderen Formen konkurrenzorientierten Verhaltens zwischen einem Hund und seinem Besitzer wird der Hund gewöhnlich immer das wollen, was der Hundehalter hat, und oft mit Zerrspielen beginnen. Ihr Hund wird vielleicht warten, bis sie mit etwas anderem beschäftigt sind und dann plötzlich mit seinem Spielzeug auftauchen, das er zu ihren Füßen oder auf ihren Schoß fallen lässt. Das macht er, weil er zuvor als Welpe gelernt hat, dass sie in dieser Situation vielleicht mit ihm interagieren. Einige Hunde entwickeln Besitzansprüche, indem sie ihr Hundespielzeug in ihrem Körbchen verstecken und eindringende Familienmitglieder anknurren, oder sie benutzen das Hundespielzeug, um den Führungsanspruch oder die Kraft ihrer Besitzer in Frage zu stellen.
Kontrolle über das Hundespielzeug behalten
Spielzeuge sind für einen Hund sehr wichtig und es ist möglich, sie während des gemeinsamen Spielens positiv zu verwenden. Jedoch gibt es auch Hunde, die über ihrem Hundespielzeug besitzergreifend knurren, um den Führungs-anspruch des Besitzers herauszufordern. Mit einem Spielzeug kann der Hund auch versuchen, Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wenn sie keine Zeit für ihn haben. Hunde die ihre Besitzer körperlich herausfordern möchten, bevorzugend Zerrspiele. Die Hundespielzeuge, die für Zerrspiele entwickelt wurden, sollten nur gelegentlich benutzt werden. Denn sie können ihren Hund ermutigen, seine Kräfte mit den ihren zu messen. Kurze Spiele im Freien sind am besten, zum Beispiel mit einem Baumwolltau oder einer Frisbee-Scheibe. Es ist wichtig, dass immer sie solche Spiele beenden, indem sie mit einem speziellen Befehl das Ende des Spiels vermitteln. Das Hundespielzeug sollte während des Befehls bereits in ihrem Besitz sein. Legen sie es danach wieder in die Spielkiste zurück. Mit dem Wegnehmen des Spielzeugs demonstrieren sie ihre Dominanz. Wenn sie die Hundespielzeuge wegräumen kann ihr Hund kein besitzergreifendes Verhalten entwickeln.


















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