Der Hund - bester Freund des Menschen

Der beste Freund des Menschen

Den Hund sollten wir so akzeptieren wie er ist und ihn nicht zurechtformen.Erst kürzlich hat eine Umfrage ergeben, daß jeder zweite deutsche Hundebesitzer ein besseres Verhältnis zu seinem Hund hat als zu allen anderen Mitgliedern seiner Familie. Diese Feststellung mag vielleicht überraschen. Ein ausgesprochenes Wunder ist sie nicht. Seit der Mensch vor Tausenden von Jahren den Wolf als »Einstiegsmodell « zu einem seiner nützlichsten Haustiere entdeckte, hat er versucht, ihn seinen Bedürfnissen und Gegebenheiten anzupassen. So wie Gott den Menschen nach seinem Bilde geformt hat, haben wir es mit dem Hund versucht. Wir haben ihm nicht nur das Bellen beigebracht, sondern ihn so weit nach unseren Vorstellungen geformt, daß er heute sogar in unsere Zweizimmerwohnung paßt. Er wird gezüchtet, kupiert, vermessen und prämiert, bis fast nichts mehr an seine wilden Vorfahren erinnert. Er hat im Zusammenleben mit uns einen Teil seiner Raubtiereigenschaften, die von unseren Vorfahren einmal so bewundert wurden, aufgegeben. Wir haben ihn uns angepaßt. Denn so wie jeder von seinem menschlichen Lebensgefährten eine bestimmte Vorstellung hat, ist es auch mit den vierbeinigen Weggefährten. Seien wir ehrlich.

Wem ist der Hund noch Hund?

Oder wie ein großer Hundekenner einmal sagte: »... er ist ein halber, ein Zweidrittelmensch.« Und doch hat diese Entwicklung unser ältestes Haustier nie ganz zu einem der unseren machen können. Wir werden ihn nie besitzen. Der Mensch und der Hund, die beiden Säugetiere, die sich am besten kennen und die die längste Geschichte miteinander haben, leben noch immer auf zwei verschiedenen Planeten. Seit zehntausend Jahren führen sie einen Dialog und sprechen doch zwei völlig andere Sprachen. Gerade deshalb sollten wir nicht versuchen, dieses Verhältnis nur von unserer menschlichen Warte aus zu sehen.

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