Gesundheit ihres Hundes

Erste Hilfe - schnell und richtig reagieren

Jeder Hundebesitzer muss einige Handgriffe beherrschen, um seinem Tier im Notfall sofort beistehen zu können. Bei der Fellpflege hat der Hund schon gelernt, ruhig auf einem Tisch zu stehen; bei der Gebisspflege, willig das Maul zu öffnen. Nur wenige Hunde sind von Haus aus bösartig. Die meisten beißen, wenn sie falsch erzogen wurden, Angst oder Schmerzen haben. Besteht über den Gesundheitszustand Unklarheit, misst man als erstes Fieber: ein Fieberthermometer wird gut mit Vaseline o. ä. eingeschmiert und dem liegenden oder stehenden Hund wenige Zentimeter in den After geschoben. Klettert das Quecksilber bei Vierbeinern auf 39°C, hat das Tier Fieber. Muss ein Zäpfchen gegeben werden, geht man zunächst Gassi mit dem Hund, damit er seinen Darm entleert. Hat man das Zäpfchen verabreicht, beobachtet man den Hund noch eine Weile, damit er es nicht wieder auspresst. Medikamente in Tabletten- oder Pulverform verabreicht man am besten mittels eines verpackten Leckerchens (z. B. Tablette mit Leberwurst ummanteln) oder man kann das Medikament unter die Lieblingsspeise mischen.

Erste Hilfe - Unfälle

Denken sie daran, dass der Hund bei einem Unfall fast immer unter Schockeinwirkung steht und daher unvorhergesehen reagieren kann. Reden sie beruhigend auf ihn ein, wickeln sie ihn in eine Decke oder ähnliches und bringen sie ihn so schnell wie möglich zum nächsten Tierarzt. Bei Blutungen, zum Beispiel an den Beinen, binden Sie die betroffene Stelle oberhalb der Wunde ab, ehe sie einen Notverband anlegen, damit die Blutung zunächst gestoppt wird. Da die Abschnürung aber auf keinen Fall länger als 20 Minuten dauern darf, müssen sie unverzüglich den Tierarzt aufsuchen.

Impfungen - unerlässlich und können Leben retten

Im Alter von 7-8 Wochen (je nach individuellem Impfschema) erhalten die Welpen ihre erste Grundimmunisierung gegen Staupe, Parvovirose, Leptispirose und Hepatitis. Mit 12 Wochen wird diese Impfung wiederholt und durch Tollwut ergänzt. Die Meinungen über weitere Wiederholungen im Abstand von einigen Wochen gehen unter den Tierärzten weit auseinander, da Impfungen natürlich auch immer belastend für den Organismus sind. Neben den oben genannten Erkrankungen kann man seinen Hund auch gegen Borreliose, Herpes und Zwingerhusten impfen lassen. Darüber sollte grundsätzlich die individuelle Gefahrensituation entscheiden. Der VDH empfiehlt zur Zeit folgendes Impfschema für Hunde (Quelle: www.vdh.de). Bitte besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welche Impfungen er in welchem Abstand für sinnvoll erachtet. Grundimmunisierung für Welpen und Junghunde: 8te Lebenswoche: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose (wahlweise hochtitriger Impfstoff Staupe, Parvovirose); 12te Lebenswoche: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut; 16te Lebenswoche: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut; 15ter Lebensmonat: 1. Wiederholungsimpfung. Bei besonderer Gefährdung des Wurfes sind Impfungen in der 6. Lebenswoche mit hochtitrigen Impfstoffen möglich. Die Impfungen tragender Hündinnen ist nicht anzuraten. Anstehende Wiederholungsimpfungen sollten rechtzeitig (14 Tage) vor der Hitze, die zur Bedeckung vorgesehen ist, erfolgen. Wiederholungsimpfungen Der höheren Praktikabilität wegen wird, solange keine anderen gesicherten Erkenntnisse vorliegen, die Beibehaltung des jährlichen (12 Monate) Rhythmus empfohlen. Des weiteren wird empfohlen, zur Zusammenführung von Hunden (Veranstaltungen: Ausstellungen, Prüfungen, Training, Welpenstunden) nur geimpfte Hunde zuzulassen. Gleichzeitig sollten keine Veranstaltungen besucht werden, an denen Hunde ohne gesicherten Impfstatus teilnehmen. Quelle bis zu diesem Absatz: www.vdh.de. Im Endeffekt sprechen Sie bitte mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens, der Ihnen die passenden Impfungen empfehlen wird.

Zecken - kleine Gefahr mit großer Wirkung

Ist der Winter vorüber, reichen wenige Tage im zweistelligen Temperaturbereich und die verhassten Tierchen sind wieder putzmunter und gierig nach Blut. Die Zecke beisst in sekundenschnelle und der Biss ist durch die betäubende Wirkung schmerzfrei für den Hund zu ertragen. Der Biss ist dabei zunächst nur als kleiner schwarzer Punkt sichtbar, deshalb sollte man nach jedem Spaziergang mit dem Hund das Fell agribisch durchsuchen. Mit dem Zeckenspeichel können eventuell darin enthaltene Krankheitserreger in den Kreislauf des Hundes gelangen - gleichzeitig werden im Gewebe des Hundes befindliche Erreger mit der Blutmahlzeit in den Zeckendarm gesaugt. Die Wahrscheinlichkeit, dass noch keine Übertragung - z.B. von Borrelien - stattgefunden hat, ist in den ersten Stunden recht groß. Die Übertragung der Bakterien erfolgt meist erst, wenn die Zecke ziemlich viel Blut gesaugt hat, also nach sechs Stunden oder noch später. Borrelien Nicht jede Zecke ist mit Borrelien infiziert. Auf keinen Fall sollte man die Zecke und die Bissstelle mit Öl, Benzin oder sonstigen Substanzen einreiben. Infizierte Zecken im Todeskampf geben vermehrt Borrelien ab, damit steigt die Gefahr einer Infektion. Als gesichert gilt also, dass eine Zecke vor der Entfernung nicht vorbehandelt werden muss. Mit jeder Reizung von außen bildet die Zecke vermehrt Speichel oder erbricht. Dadurch werden mehr Erreger ins Blut übertragen. Nach dem Biss Die Zecke muss sofort entfernt werden. Am besten erfolgt der Vorgang mit einer speziellen Pinzette oder einer Zeckenzange (in jedem Fachhandel und Apotheken erhältlich). Hierzu die Pinzette möglichst tief an der Haut ansetzen und die Zecke nach oben herausziehen. Im Zweifelsfall gilt Sollten Sie nicht sicher bei der Entfernung einer Zecke sein, oder sich nicht sicher sind eine Zecke zweifelsfrei entfernt zu haben, so sollten Sie den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen, um jeden Zweifel einer Infektion und/oder Ansteckung ausschließen zu lassen. Vorbeugen ist besser als heilen Vor jeder Zeckensaison (ab Ende März) sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen und ein entsprechendes "Anti-Zecken-Mittel" für Ihren Liebling kaufen. Dieses ist sehr einfach in der Anwendung: es wird auf Nacken und Schwanzanfang des Hundes einfach aufgeträufelt (flüssige Lösung). Fertig. Mehr müssen Sie nicht tun und Ihr Hund kommt sicher durch die schöne warme Jahreszeit.

Flöhe - was tun

Weltweit sind etwa 2.000 Floharten bekannt, von denen fünf bei Hund und Katze von Bedeutung sind: Ctenocephalides felis („Katzenfloh“) ist trotz seines irreführenden Namens weltweit der mit Abstand häufigste und wichtigste Floh bei Hund, Katze, Kaninchen, Frettchen und Waschbär. Er ist sehr wenig wirtsspezifisch, kann also praktisch alle Säugetiere befallen, und breitet sich mit zunehmendem Tourismus stetig weiter aus. Auch Ctenocephalides canis („Hundefloh“), Echidnophaga gallinacea („Geflügelfloh“) und Archeopsylla erinacei („Igelfloh“) sind wenig wirtsspezifisch und parasitieren neben ihren bevorzugten Wirten andere Säugetiere und den Menschen. Pulex irritans, der „Menschenfloh“, ist in Westeuropa selten geworden. Er kann von seinem bevorzugten Wirt, dem Menschen, auch auf Haustiere übertragen werden. Bekämpfung Flöhe gelten vor allem als „Lästlinge“ und Ursache für mehr oder weniger starken Juckreiz bei Tier und Mensch. Allergische Reaktionen auf Flöhe (Flohallergie, FAD) stellen die häufigste Allergie bei Hund und Katze dar. Als Allergieauslöser konnten bislang etwa 15 Inhaltsstoffe des Flohspeichels identifiziert werden. Darüber hinaus kann eine Flohallergie zusätzlich die Entwicklung weiterer Allergie(n) wie atopische Dermatitis (Allergie gegen Aeroallergene wie beispielsweise Pollen, Hausstaubmilben etc.) und/oder „Futterallergie“ begünstigen und auch zusammen mit diesen auftreten. Vergessen wird oft, daß ein massiver Flohbefall gerade bei Welpen und geschwächten, kleinen Tieren einen ernstzunehmenden Blutverlust und demzufolge eine massive Anämie (Blutarmut) hervorrufen kann. Tritt bei diesen Tieren zusätzlich noch ein Befall mit blutsaugenden Darmparasiten auf, kann dies sogar zum Tode führen. Auch als Krankheitsüberträger werden Flöhe nicht selten unterschätzt: Neben dem Bandwurm Dipylidium caninum, für den der Katzenfloh Zwischenwirt ist, können Flöhe auch andere Erreger wie Rickettsien (z.B. die Erreger der Beulenpest), vermutlich auch Milben und manche Virusarten übertragen. Flohstich Beim Blutsaugen bringt der Floh gleichzeitig Flohspeichel in den Körper seines „Opfers“, der verhindern soll, daß das Blut gerinnt. Die Reaktion auf diesen Flohstich ist individuell verschieden: Manche Tiere, bevorzugt solche, die zeitlebens mit Flöhen ständig konfrontiert wurden, entwickeln eine Unempfindlichkeit oder sogar Toleranz gegenüber dem Floh, reagieren also mit wenig oder gar keinem Juckreiz (am ehesten bei Katzen mit Freilauf zu beobachten). Andere reagieren auf den Flohbefall und die daraus resultierenden Flohstiche mit Juckreiz, der meistens ruckartig auftritt und v.a. den Rumpf, weniger den Kopf, die Ohren und die Gliedmaßen betrifft und sich dadurch oft schon von anderen juckenden Hauterkrankungen wie Allergien abgrenzen läßt. Reagiert der Patient allergisch auf Eiweißstoffe im Flohspeichel, tritt nach dem Flohstich hochgradiger Juckreiz auf. Die Flohallergie kann entweder als Allergie vom Soforttyp, also binnen 30 Minuten nach dem Flohstich, auftreten, oder mit Verzögerung nach Stunden bis 2 Tagen. Dem Flohstich folgt als erste Reaktion entweder eine juckende Quaddel oder Papel, später dann – mit bedingt durch Kratzen, Knabbern, Scheuern etc. eine bakterielle Entzündung mit Pusteln und Rötungen, Haarverlust und bei chronischer Flohallergie schließlich Verdickung und Schwarzverfärbung der Haut („Elefantenhaut“), verstärkte Schuppenbildung etc.. Flohallergie Das Verteilungsmuster der Flohallergie ist beim Hund absolut charakteristisch: Betroffen ist grob gesagt nur die hintere Körperhälfte: Die genannten Veränderungen befinden sich v.a. im Bereich von Kruppe, Schwanzansatz und der Hinterseite der Hinterbeine. Brust, Bauch, Vorderbeine, Hals und Kopf sind normalerweise nicht betroffen. Als Sonderform einer Flohallergie kann auch eine sogenannte akute pyotraumatische Dermatitis oder „Hot spot“ auftreten (innerhalb weniger Stunden entstehende, scharf begrenzte, nässende und hochgradig juckende Hautveränderungen, bei Flohallergie als Ursache bevorzugt im Bereich von Rückenende und Kruppe). Im Gegensatz zu anderen Allergien, v.a. der atopischen Dermatitis, gibt es für die Flohallergie kein typisches Alter, in der sie erstmals auftritt. Allerdings beginnen bei Hunden im Alter zwischen 3 und 5 Jahren die Symptome einer Flohallergie besonders häufig, die bei der atopischen Dermatitis dagegen bereits mit 1-3 Jahren. Da bei Patienten mit FAD bereits ein einziger Flohstich genügt, um eine allergische Reaktion mit allen Konsequenzen auszulösen, sollte dieser natürlich so gut wie irgend möglich vermieden werden, was gerade bei Haushalten mit mehreren Tieren eine echte Herausforderung sein kann. Diagnose Flohbefall und Flohallergie Eher selten kann man Flöhe mit bloßem Auge auf dem Tier herumlaufen oder vom Tier herunterspringen sehen. Scheitelt man die Haare und untersucht den Patienten auf Flöhe und/oder Flohkot im Fell, wird man oft im Bereich des Rückens oder im Innenschenkelbereich „fündig“. Verfügt man über ein starkes Vergrößerungsglas mit Licht, kann man ggf. auch den Flohkot im Fell nachweisen. In den meisten Fällen erfolgt der Flohnachweis mittels Flohkamm. Gerade bei Tieren mit Flohallergie, die extremen Juckreiz haben, können Flöhe sehr schwierig nachzuweisen sein. In diesem Fall hilft es, einen Intrakutantest (Hauttest) mit Flohallergen durchzuführen: Hierbei werden ein kleiner Hautbereich (ca. 1 x 3 cm) seitlich am Brustkorb ausgeschoren und mit einer feinen Nadel jeweils Positiv- und Negativkontrolllösungen und Flohallergen in die Haut injiziert. Die Reaktion wird nach 15-30 Minuten, nach 4-6, nach 24 und 48 Stunden abgelesen, da es die beschriebenen verschiedenen allergischen Reaktionen gibt. Die Blutuntersuchung auf Flohallergie ist für die Diagnostik nur für die IgE-abhängigen Allergien vom Soforttyp (etwa 30% der Patienten) geeignet. Ein negativer Blutallergietest schließt also genauso wie ein negativer Hauttest, dieser nach 15-30 Minuten, das Vorliegen einer Flohallergie aus! Flohbekämpfung Eine erfolgreiche Flohbekämpfung erfolgt immer auf 2 Ebenen: die erwachsenen parasitären Flöhe auf dem bzw. den Tieren (lediglich ca. 5% der Gesamtpopulation), auf den empfänglichen Kontakttieren und, soweit vorhanden, in der Umgebung müssen abgetötet und die nicht-parasitären Jugendstadien in der Umgebung abgetötet bzw. in der Weiterentwicklung gehemmt werden. Für diesen Zweck steht mittlerweile ein ganzes Arsenal möglicher Wirkstoffe zur Verfügung. Es gibt hier kein „Patentrezept“ - für jeden Patienten muß ein individuelles Flohbehandlungsprogramm zusammengestellt werden. Wichtig sind die Auswahl eines geeigneten Wirkstoffs und einer geeigneten Formulierung. Alle empfänglichen Kontakttiere müssen, auch wenn sie keine Symptome zeigen, regelmäßig mitbehandelt werden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kann auf die Behandlung der Umgebung nicht verzichtet werden. Hier sollten v.a. die Jugendstadien mit geeigneten Mitteln bekämpft werden. Werden Chitinsynthesehemmer verwendet, müssen alle Tiere desselben Haushalts konsequent behandelt werden, damit die erwünschte Wirkung eintreten kann.

Bandwürmer - Diagnose und Behandlung

Es ist unbedingt eine sachgerechte Wurmkontrolle durch den Tierarzt zu empfehlen, um damit verbunden auch regelmäßige Wurmkuren bei Hunden durchzuführen. Die Wurmkuren werden zwar oft als böse Chemie verurteilt, die aber einen großen Vorteil haben: diese sind heute so entwickelt, dass die Wirkstoffe nur auf solche Strukturen wirken, die ausschließlich bei Würmern zu finden sind. Regelmäßige Wurmkuren können Hunden also keinen ernsthaften Schaden zufügen. In Einzelfällen können Magen-Darm-Verstimmungen auftreten, die in der Regel in ein bis zwei Tagen wieder abgeklungen sind. Die Gesundheit des Hundes ist erheblich mehr gefährdet, wenn auf Wurmkuren verzichtet wird. Bandwürmer lösen bei Hunden nur selten deutliche Krankheitssymptome aus. Stärkerer Befall äußert sich in Abgeschlagenheit, leichtem Durchfall und Abmagerung. Die beweglichen Bandwurmglieder können am After Juckreiz hervorrufen, was zum sogenannten „Schlittenfahren“ führen kann, welches aber auch bei Erkrankung der Analbeutel auftritt. Diagnose Bandwurmglieder können im Kot oder der Analregion auffallen. Für den Nachweis von Echinococcus ist eine mikroskopische Untersuchung des Kots zum Nachweis der Wurmeier notwendig. Bei Verdacht gilt immer: sofort den Tierarzt aufsuchen und Ihren Hund entsprechend behandeln lassen. Bekämpfung Für die Behandlung infizierter Hunde ist eine regelmäßige Entwurmung, vor allem wegen der für den Menschen gefährlichen Bandwürmer anzuraten. Wirksame Mittel sind zum Beispiel Praziquantel und Epsiprantel. Für die Bekämpfung ist auch eine regelmäßige Prophylaxe gegen Flöhe mit Flohmitteln empfehlenswert.

Tollwut - gefährliche Seuche

Da sie nicht nur alle tierischen Warmblüter, sondern auch den Menschen befallen kann, ist sie so gefährlich. Es besteht Infektionsgefahr, wenn man Kontakt mit dem Speichel eines tollwütigen Tieres hatte und die Erreger durch kleine Verletzungen der Haut eindringen können; natürlich auch, bei einem Biss eines erkrankten Tieres. Die Tollwut kann sich beim Hund sehr verschieden bemerkbar machen. Man unterscheidet drei Stadien: Die so genannte Stille Wut: Das Tier ist völlig verändert, entweder teilnahmslos oder unruhig und bissig. (Heute wird fast ausschließlich diese Verlaufsform beobachtet.) Die so genannte Rasende Wut: Das kranke Tier ist unruhig und versucht wegzulaufen. Es zerbeißt unverdauliche Stoffe, wie z. B. Holz, und rührt sein Futter nicht mehr an. Wird es eingesperrt, gebärdet es sich wie rasend. (Diese Form wird kaum beobachtet.) Der letzte Verlauf der Krankheit bringt Lähmungserscheinungen mit sich, die den ganzen Körper befallen. Auch Schlund- und Kehlkopfmuskeln sind hier betroffen, Speichel tropft aus dem Maul, das Tier bellt heiser. Eine Tollwut-Behandlung beim Tier ist seuchenrechtlich verboten. Tollwutkranke oder –verdächtige Tiere müssen getötet und anschließend untersucht werden. Besteht bei einem schutzgeimpften Tier Tollwutverdacht, muss es heute jedoch nicht mehr getötet werden. Glaubt man, infiziert worden zu sein, muss man die betreffenden Stellen sofort mit heißem Wasser und Seife auswaschen und sie mit hochprozentigem Alkohol oder wässriger Jodlösung nachbehandeln. Danach sucht man unverzüglich einen Arzt auf.

Hitzschlag - was tun

Sind Hunde starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt oder werden sie bei hoher Temperatur im Auto gelassen, können sie einen Hitzschlag bekommen. Die Körpertemperatur steigt etwa bis 43°C, die Hunde schwanken und haben Bewusstseinsstörungen. Das beste Gegenmittel ist, sie sofort in den Schatten zu bringen und mit kalten Tüchern abzureiben. Keinesfalls einfach einen Kübel Wasser, gar kaltes Wasser, über den Hund schütten! Zur Kreislaufanregung träufelt man einige Coramin-Tropfen auf die Zunge. Sicherheitshalber sollte ebenfalls der Tierarzt verständigt werden. Dieser wird ihnen weitere Ratschläge geben und evtl. einen Hausbesuch vornehmen.

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