Richtige Fütterung - wie füttere ich richtig

Wie lange ein Hund lebt, ob er gesund und fit ist und sich wohl fühlt, all das hängt entscheidend von seiner Ernährung ab. Futter sollte immer die Energie- und Nährstoffbedürfnisse Ihres Hundes gerecht werden und ausgewogen sein. Wird es dann von Ihrem Hund gerne angenommen haben Sie alles richtig gemacht.

Futterplatz
Hunde brauchen feste Futterplätze, deshalb den Napf immer an der gleichen Stelle platzieren. Ihr Hund sollte auch während des Fressens nicht gestört werden. Leben mehrer Hunde zusammen, so muss jeder seinen eigenen Fressnapf bekommen, um einen Konkurrenzkampf und Futterneid auszuschließen.

Napf
Fressnäpfe müssen beißfest, leicht zu reinigen, von passender Größe und stabil sein. Gegebenenfalls können hier auch rutschfeste Unterlagen zum Einsatz kommen. Futterständer sind für große Hunde sehr ideal, da sie daran beim fressen aufrecht stehen können.

Trinknapf
Wasser muss stets unbegrenzt und leicht erreichbar zur Verfügung stehen und es sollte immer frisch sein. Die täglich aufgenommene Wassermenge richtet sich beim gesunden Hund nach äußeren Faktoren wie Aktivität, Jahreszeit, Art der Fütterung (Nass-, Trockenfutter), etc..

Fütterung
Den Energie und Nährstoffbedarf eines Hundes kann man nur grob kalkulieren. Sie können hier stets die Fütterungsempfehlung des Herstellers des Futters zu Rate ziehen, das sie für ihren Hund kaufen.

Betteln
Vermeiden Sie allzu große Unregelmäßigkeiten und vor allem das Füttern während der eigenen Mahlzeiten oder das Nachgeben auf Bettelversuche ihres Hundes. Erfolgserlebnisse führen zu lästigen und schwer wieder abzustellenden Verhaltensweisen!

Fütterungszeiten
Hier genügen zwei Hauptmahlzeiten am Tag evtl. ergänzt durch ein bis zwei Zwischenmahlzeiten bzw. das Füttern von Leckerlies als Belohnung. Die Zwischenmahlzeiten bzw. Leckerlies sollten hier bei den Hauptmahlzeiten in Abzug gebracht werden, um einer Überfütterung vorzubeugen. Entsprechende Fütterungsempfehlungen werden auch hier jeweils von den Herstellern angegeben.

Fastentage
Ein genereller Fastentag pro Woche zur Darmreinigung ist nicht zwingend erforderlich, außer wenn der Hund sich überfressen oder erbrochen hat.

 

B.A.R.F. – Ernährung

Die Alternative zur herkömmlichen Fütterung

B.A.R.F. ist das Akronym für

"Born Again Raw Feeders" oder

"Bones And Raw Foods" oder

"Biologisch Artgerechte Rohfütterung".

Noch vor wenigen Jahren war der Begriff BARF als Bezeichnung für Hundefutter aus rohen, frischen Nahrungsmitteln in Deutschland völlig unbekannt, heute ist BARF in aller Munde.

Die Vorteile einer B.A.R.F.-Ernährung:
- es tritt deutlich weniger Zahnstein auf, die Mundhygiene wird sehr positiv unterstützt und der üble Mundgeruch reduziert sich in hohem Maße
- das Immunsystem wird deutlich gestärkt; der Hund ist nicht mehr so anfällig für Erreger
- die Kotmengen werden erstaunlich gering, da der Hund keine Füllstoffe aufnimmt
- das Risiko einer Magendrehung wird drastisch reduziert
- der ganze Bewegungsapparat wird gestärkt, da sich die Muskulatur verbessert
- Welpen haben deutlich weniger Wachstumsprobleme
- das Fell wird glänzend

Zunächst ist es ganz wichtig zu erwähnen, dass es keinen einheitlichen und allgemein gültigen Plan zur BARF-Ernährung gibt. Somit ist eine Pauschalantwort und –aussage auf die Ernährungsfrage zu BARF nicht zu geben; allerdings können hier einige Regeln und Merkmale hervorgehoben werden.

Es muss immer zwischen Welpen und erwachsenen Hunden unterschieden werden. Größe, Gewicht und Aktivität spielen bei der Futtermenge ebenfalls eine entscheidende Rolle. Alles, was sie füttern geben Sie roh; auch Knochen. Diese sind eine wertvolle und effektive Art der Zahnpflege für Hunde. Knochen splittern nicht, wenn Sie roh gefüttert werden. Dies kann nur geschehen, wenn Knochen gekocht und ihnen das Wasser entzogen wird. Fleisch sollte in möglichst großen Stücken oder am Knochen gefüttert werden; dies unterstütz ebenfalls die Zahnpflege des Hundes. Mischen Sie nie Trockenfutter mit Frischfleisch. Fleisch verweilt etwa sechs bis acht Stunden im Magen eines Hundes, während Trockenfutter meist bis zu 24 Stunden im Magen liegt. Wenn Fleisch und Trockenfutter gemischt wird, verbringt das Fleisch ebenfalls 24 Stunden im Magen. Hier kann es, besonders bei Geflügelfleisch, zur Salmonellenbildung kommen. Salmonellen können sich in sechs bis acht Stunden (normale Verdauungszeit von Fleisch) nicht entwickeln; jedenfalls nicht in dem Maße, dass sie einem Hund schaden könnten. Darüber hinaus verfügt der Hund über eine wesentlich aggressivere Magensäure als der Mensch, die ihn hier zusätzlich schützt. Bisher ist noch kein Fall bekannt, dass ein Hund durch barf-gemäßes rohes Fleisch Salmonellen bekommen hat. Selbstverständlich füttert man nicht ausschließlich Fleisch und Knochen. Gemüse ist ebenfalls ein fester Bestandteil dieser Art der Fütterung. Gemüse können Sie als volle Mahlzeit allein verfüttern oder zum Fleisch dazu geben. Wichtig ist, dass sie es pürieren, damit die Fasern aufgeschlossen werden und der Hund sie leichter verdauen kann. Im Fall einer Beute, wie sich auch Hunde früher ernährt haben, würde der Hund den Mageninhalt ebenfalls fressen. In diesem fand er vorverdaute Nahrung, die dem pürierten Gemüse am nächsten kommt. Sinnvoll ist auch einen guten Schuss hochwertiges, kalt gepresstes Öl mit ins Gemüse (bei Karotten sehr empfehlenswert) zu geben. Einmal pro Woche sollte man einen fleischlosen Tag einführen. An diesem bietet man seinem Hund Flocken und/oder Gemüse an. Flocken bedeuten hier eine kleine Abwechselung im Futterplan. Sie lassen sich gut verfüttern und mit einem Naturjoghurt mischen. Ab und zu darf auch ein rohes Ei verfüttert werde. Hüttenkäse, Buttermilch, Ziegenmilch usw. werden zur Nahrungsergänzung ebenfalls gerne genommen.

Im Folgenden eine kleine Hilfestellung zur Futtermenge:
Empfohlen werden 2% des Körpergewichts an Futter pro Tag für erwachsene Hunde, die eine normale Auslastung haben. Erfahrungsgemäß kann die Menge aber stark variieren. Dies ist abhängig von Temperament, Aktivität, Gesundheitszustand und Alter des Hundes. Kastration spielt hier ebenfalls eine Rolle. Die meisten Hunde kommen mit einer Menge von 2-4% des Körpergewichts pro Tag gut zurecht. Von diesen 2-4% sollten 75-90% tierische Erzeugnisse (Fleisch, Knochen, Milchprodukte usw.) und 10-25% pflanzliche Erzeugnisse (Gemüse, Obst, Getreide usw.) sein.

 

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